Hunderte Mountainbiker, eine Strecke, 24h Stunden, eine Schlacht der Superlative. 

Vom 15ten August um 12 Uhr mittags an, wurde am Semmering 24 Stunden lang eine reine Downhillschlacht ausgetragen. 330 Fahrer aus 9 Nationen kämpften Solo, in 2er, 4er sowie 6er Teams mit dem Lauf der Zeit, ihrer Ausdauer und mit derer ihres Materials.

Zum Startschuss galt es für die Teilnehmer sich beim Massenstart, per Sprint über einige hundert Meter bergauf zu behaupten, ihre eigenen Downhillgefährte zu schnappen und im Chaos der ca. 160 Starter den Weg nicht aus den Augen zu verlieren.

In der Talstation angelangt, mussten die Fahrer sich in den vorbeiziehenden Gondeln wieder einreihen und mit ihren Bikes noch den schnellstmöglichen Einstieg schaffen. Hier konnte man mindestens ähnlich spannende Duelle beobachten, wie auf der Strecke. Überholmanöver und Ausrutscher, Überschätzung und Gelassenheit konnte man auf jeden Abschnitt der extra für dieses Rennen angelegten Strecke, permanent verfolgen.
Die eigenen Kräfte richtig zu dosieren, eine erfolgreiche Taktik und auf jeden Fall auch Glück waren gefragt um der anspruchsvollen Aufgabe, 24 Stunden am Rad sitzen bleiben zu können gerecht zu werden und vielleicht auch noch ein möglichst erfolgreiches Resultat zu erzielen.

Flowmotion ging zu viert an den Start und musste sich den Kampf gegen 38 weitere Teams in dieser Wertung stellen. Nach einigen technischen Problemen in den ersten Stunden, wurde jedoch der Flow gefunden und es fand ein erbitterter Kampf um die Platzierungen statt.
Matthias hatte, bevor es wirklich dunkel wurde, bereits die zweit schnellste Rundenzeit mit 3min14sec des aktuellen Tages hingelegt und schaffte es die Position zu halten, indem es ihm am Sonntag Vormittag gelang, sich selbst noch einmal zu übertreffen. Von der Berg- bis zur Talstation in 3min12sec.
Die Erschöpfung und die Müdigkeit war in der Nacht deutlich zu spüren, doch hielten die Kräfte bis kurz vor der nächsten Mittagssonne an, bis Christoph einen Sturz erleidet und es ihm danach nicht mehr gelang, sich noch einmal auf seinen Bock zu stützen.
Doch als das Rennen sich dem Ende nahte und Matthias um 11:57 Uhr zur letzten Runde antrat, stand es fest. Flowmotion auf Platz 4...

Der zweimalige Sieger und Titelverteidiger in der Einzelwertung, Martin Strasser konnte sich dieses Jahr nicht behaupten. Er musste sich der Erschöpfung hingeben und um 3:30 resignieren, da seine Muskeln den Anstrengungen nicht länger stand halten konnten. Dies verhalf den Außenseiter, Daniel Tulla aus Innsbruck zu einem „leichteren“ Spiel. Er stellte einen neuen Solo-Rekord mit 161 Runden auf und holte sich somit wohlverdient die Siegestrophäe in der Einzelwertung.

Zwischendurch gingen die Nerven fasst verloren, doch nach Beendigung der 24 Stunden-“Qual“ zierte nur noch leichtes Grinsen die Gesichter der Rider...

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